Wählerstimme optimal einsetzen!

Welche Wirkung hat die Erststimme?


Seit der Wahlrechtsänderung 2013 
wirkt die Erststimme für Parteien, die die Sperrklausel überwinden, faktisch nur noch als „Vorzugsstimme“ und ist damit für sie absolut bedeutungslos. Sie hat keinerlei Einfluss, da sich die Prozente und das Sitzverhältnis der Parteien untereinander allein nach den Zweitstimmen richten.

Vereinfacht ausgedrückt schiebt jeder im Wahlkreis gewählte Direktkandidat lediglich einen Kollegen seiner Partei von der Liste der gewählten Abgeordneten, denn die lt. Zweitstimmen-Ergebnis auf eine Partei entfallenden Mandate erhalten zunächst die gewählten Direktkandidaten  – erst danach folgen die Listenkandidaten.

Es gibt eine Besonderheit: Werden Direktkandidaten gewählt, die parteilos antreten oder deren Partei bundesweit unter 5% bzw. 3 Direktmandaten bleibt, verdanken sie ihr Mandat den Erststimmen – die Zweitstimmen ihrer Wähler werden deshalb ungültig. Ihre Mandate werden von den 598 Mandaten abgezogen und nur die restlichen Mandate sind (nach Zweitstimmen) an die Parteien zu verteilen. Solche Mandate können daher Überhang- und Ausgleichsmandate vermindern – allerdings haben solche Mandate Seltenheitswert. 

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